Mittwoch, 15. Februar 2012
In Punta Arenas...
Nach 30 Stunden Busfahrt sind wir endlich in Punta Arenas angekommen. Die Fahrt war wahnsinnig anstrengend aber schoen. Um 10.30 sollte unser Bus Puerto Montt verlassen. Tatsaechlich fuhren wir erst eine Stunde spaeter ab. Ueber Osorno fuhren wir dann Richtung Anden. Es bot sich ein gewaltiger Ausblick auf die ersten Vulkane unserer Reise. Etwa 10 km vor der Grenze erreichten wir den chilenischen Grenzposten. Nur wenige Minuten zuvor ist uns aufgefallen, dass wir kein Essen nach Argentinien einfuehren durften, also haben wir schnell zu Mittag gegessen. Naja, mehr verschlungen, als gegessen. Nebenbei, chilenischer Kochschinken, riecht, wie Katzenfutter. Schmeckt aber nach allem moeglichem. Vom Grenzposten aus fuhren wir in einen Nationalpark. Schnell fiel uns der interessante Bewuchs auf. Alle Baeume waren kahl und auf dem Boden lag eine dicke Schicht Staub. Es war Asche, vor wenigen Jahren ausgespuckt, hat sich die Natur immer noch nicht erholt. Als wir am argentinischen Grenzposten austeigen mussten, waren wir in kuerzester Zeit ebenfalls davon bedeckt. Der Wind treibt das feine Gestein in alle Richtungen. Unsere Augen brannten. Die Grenzformalitaeten dauerten eine Ewigkeit. Dadurch bot sich aber genug Zeit sich ein wenig umzuschauen und den Anblick auf das gewaltige Bergmassiv zu geniessen. Dann ging es weiter durch quer durch Argentinien. Zuerst kamen wir ins argentinische Seengebiet. Riesige Seen umgeben von hohen Huegeln und Steppe. Dann waren wir endlich in Patagonien. Patagonien ist in erster Linie flach und still. Schon wenig abseits der Strasse hoert man keinen Mucks mehr. Es ist eines der am duennsten besiedelten Gebiete der Welt, nimmt dabei aber eine Flaeche ein, die kaum vorstellbar ist. Man blickt von Horizont zu Horizont, ohne einen Huegel oder aehnliches als Wegmarke und verliert jedes Gefuehl fuer Entfernungen. Die Einsamkeit, mit der man hier konfrontiert wird, laesst einen nicht mehr los. Am liebsten moechte man allein irgendwo in der Steppe stehen und SCHREIEN. Man bekaeme keine Antwort. Nur Steppe Steppe Steppe. Es ist ueberwaeltigend.DA IST NIEMAND NICHTS GARNIX NADA! Erst im Sueden wird die Besiedelung wieder dichter und man sieht wenigstens ab und zu Schafe, Guanacos oder Nandus. Dementsprechend eintoenig war die Busfahrt. Morgen geht es in den Nationalpark. Jetzt hab ich aber keine Lust mehr zu schreiben. 30 Stunden Busfahrt machen vorallem muede und stinkig. Ab unter die Dusche und dann ins Bett! Die erste Nacht am Ende der Welt.
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Toll, dass Ihr Euch so regelmäßig meldet!
AntwortenLöschenWie macht Ihr das eigentlich? mit dem i-phone?
Wenn es weiterhin so gut geht ist ja alles prima!
Ihr habt sicher schon abgenommen - und wenn es jetzt erst mit der Knochenarbeit losgeht !?
Paßt weiterhin gut gegenseitig auf Euch auf!
Mama
Hallo Sohn und Jakob,
AntwortenLöschenEure Reiseberichte fesseln mich sehr. Es ist alles so spannend euch hierbei in der Ferne zu begleiten. Passt auf euch auf und habt auch Spaß.
Herzlichst Pa, Heiner
Die Arbeit ist ziemlich relaxt. Auch wenn ich jetzt krank bin. Das mit dem Iphone ist so ne Sache...
AntwortenLöschenLiebe Gruesse,
Philipp