wir warten grade auf unseren bus von copacabana am titicacasee nach cusco und da nehme ich doch mal diue gelegenheit wahr, bolivien und unsere erlebnisse ein wenig revue passieren zu lassen.
eigentlich laesst sich der letzte monat sehr einfach und kurz zusammenfassen: HARDCORE!!!!!
euch zuliebe werd ich das ganze allerdings noch ein wenig auformulieren.
den ersten teil unsrers trips hier hat philipp (oder piranha phil, wie er jetzt genannt werden will)ja schon zusammengefasst. ich (nennt mich pink dolphin joe!!!) mach mich mal an den zweiten teil.
es ist echt nicht einfach, irgendeine struktur hier reinzukriegen, dafuer war es einfach zu viel. von sucre ging es nach santa cruz, der groessten stadt boliviens. 22 stunden im bus, 20 davon ueber schotterpisten durch den dschungelregen, zwei reifenpannen, aber keine verspaetung!!! das schien eingeplant zu sein. ueber santa cruz laest sich nicht viel sagen, den goessten teil des tage haben wei mit schachspielen zugebracht. dann gings anch cochabamba, ein weiterer horrortrip im bus, aber man gewoehnt sich an alles...
in dieser zeit waren wir mit mascha und elias aus amsterdam unterwegs, dem letzten ueberbleibsel unserer uyuni tour. ein ewigt zankendes paerchen hollaender, sehr interessante gesellschaft, in der uns nie langweilg wurde.
allgemein war von langeweile nichts zu spueren.
ich habe mich einen tag vor dem rest nach la paz aufgemacht und im bus meytar aus israel kennengelernt. sie machte mich mit dem namen vertraut, der den rest unserer reise durch bolivien praegen sollte: SHAUl!!!! israeli, lebt seit 15 jahren in bolivien, bietet illegale touren in den dschungel an... im hstel lernten wir dann noch mehr israelis (ueberraschung) kennen, die uns auch eine ungefaehre addresse verraten konnten. kenntlich war seine "agentur" einzig durch einen zettel an der tuer mit seinem namen darauf. keine werbung, keine flyer, alles auf hebraeisch, total chaotisch und unorganisiert, also genau unser ding. am naechsten morgen ging es los! rio verde. mit einem heftigen kater, schliesslich musste man sich noch von den hollaendern verabschieden.
acht stunden im minibus, campen am flussufer. abgesehen von maja aus daenemark waren wir die einzigen nichtisraelis. die naechsten sechs tage haben wir in ausserst beeindruckender umgebung mit canyoning (man klettert, kriecht, schwimmt einen reissenden, erbaermlich kalten fluss hoch) tubing (man brettert in einem lkwreifenschlauch eine fluss runter) und rafting (10 leute, plus gepaeck, plus vorraete fuer sechs tage auf einem floss aus diesen schlaeuchen) verbracht. in diesen sehs tagen waren wir nicht wirklich oft trocken. koerperliche und geistige grenzerfahrung bolivien.
anschliessend liessen wir uns von den israelis uebberreden, nach rurrenabaque zu fahren, noch tiefer in den dschungel.
dreitagestour in die pampas. affen, kaimane, alligatoren, piranhas, pinke flussdelphine, moskitos, wolkenbrueche.
philipp ist sooooo stolz, dass er piranhas gefangen hat. mir haben sie nur den koeder vom haken gefressen, diese drecksviecher.
ich kann allerdings vorweisen, mit den delphinen (und piranhas und alligatoren) geschwommen zu sein und sogar von ihnen beruehrt worden zu sein.
danach ging es wieder nach la paz, schliesslich ging die em los, das musste man schon in adaequater umgebung geniessen.
also eingecheckt im wild rover, dem ort an dem es bier zum fruestueck gibt, trikots gekauft (alemania fussball bund!!!!!) und den hollaendern beim verlieren zugeschaut. (ein ausgesprochen guter tag)
leute, dieser eintrag erhebt keinerlei anspruch auf vollstaendigkeit, korrekte chronologie und so weiter. ihr kennt uns ja alle, stellt euch den fehlenden rest vor, das ganze noch ein wenig haerter als in euren dunkelsten vorstellungen und traeumen... vergesst es, bolivien muss man selbst erleben.
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